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Wir werden immer wieder gefragt, womit wir photographieren und wie wir unsere Kameras lagern. Hintergrund ist meist :"Es gibt doch keine Filme mehr." Auf die Antwort, daß die Filmauswahl riesig ist und circa 250 verschiedene davon auf dem Markt sind, folgt ein verlegenes Schweigen und das Gegenüber schaut betreten in sein Smartphone.

Kurz und knapp: Wir photographieren mit so gut wie allem, womit man photographieren kann. Unsere Mitstreiterin Esther Mitterbauer meint zu recht, daß man genauso gut mit einem Toastbrot photographieren könne wie mit einem Smartphone. Der Sättigungswert von Smartphonebildern ist ähnlich wie von Toastbrot: Immer mehr davon und man wird einfach nicht zufrieden. Immerhin ermöglichen Smartphones heute, sinnlose überflüssige Gespräche zu führen und ebensolche Bilder in großen Massen zu erzeugen. Die Gespräche sind etwa "Hallo Schatz, ja der Empfang ist gerade ganz mies hallo hallo wie ich kann Dich nicht verstehen bist Du noch da ich fahre gerade so wie jeden Tag durch Kassel-Wilhelmshöhe und bin dann so wie immer zu Hause hallo".

Die Smartphonebilder sind von ähnlicher Güte. Natürlich, wer photographieren kann, macht damit wundervolle Kunstwerke, aber leider fotografieren damit Leute, die zu dämlich waren, einen Film in eine automatische Kamera zu stopfen.


Wir haben einen Kamerapark von insgesamt mehr als 500 Kameras, davon ca 470 analoge. Wir lagern sind in Schnecken und Wandregalen in unseren Landhäusern verteilt. Die Schnecke ist ein Symbol für das Innen-nach-Außen und die ewige Wiederkehr der Welt der Ikonographie. Wir reduzieren allerdings unseren Kamerapark zur Zeit kontinuierlich.

Anbei ein Blick in unser Kameralager. Alle Photos Martina Hellmich