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Allein die Sinnlichkeit der Haptik vieler Kameras und die Auswahl der Kamera, passend zu meiner Stimmung und den geplanten Motiven ist auf eine eigene Art vergleichbar mit der sinnlichen Einstimmung auf eine erotische Begegnung mit einem Menschen.


Auch die Wahl des passenden Kameragurtes ist vergleichbar des Zurechtmachens und Wahl der Kleidung - nicht jeder Kameragurt passt zu jeder Kamera.


Die Haltung der Kamera - Hoch- oder Querformat - erzeugt eine andere Körperhaltung - ein anderes Gefühl - der Wechsel von dem einen Format zum anderen verändert sowohl die Körperhaltung als auch den optischen Eindruck
ein quadratisches Format hingegen ruht in sich - ist vertraut ohne Gewichtung, ohne Wechsel.


Die Auslösegeräusche - angenehm - unangenehm; hart - weich; laut - leise: alles Variationen, die auch erotische Komponenten haben und sich je nach Stimmung verändern können.


Manchmal darf es hart, grob, klar sein, manchmal soll es anschmiegsam, weich, gleitend sein.


Die Auswahl der Motive auf der einen Seite, ihre Gestaltung auf der anderen Seite - die Parallelen sind offensichtlich.


Und bei all dem sind wir noch nicht beim eigentlichen Ziel des Fotografierens - dem Bild. Wobei: ist das eigentlich das Ziel oder geht es beim Fotografieren wirklich immer um das Erschaffen eines Bildes oder um den Prozess als solchen?
reicht nicht die Erotik des Gestaltens, ohne dass es einen Abschluss findet?